Wo geht es weiter

West Bali

hieß es früh aufstehen - um 7 Uhr kam der Fahrer von Bali Safaritouren, um uns zur Westbali Tour abzuholen. Mit noch etwas kleinen Augen ging es durch die Dörfer, in denen bereits reges Treiben herrschte. Der Nieselregen, der auf dem Weg einsetzte entwickelte sich zu einem ordentlichen Schauer, der uns an unserem ersten Treffpunkt begrüßte. Heiko, der heutige Tourguide nutzte diese kleine „Regenpause“ jedoch sehr gut und erzählte uns unter einer Art überdachtem Café schon einmal einiges über Land und Leute. Kurze Zeit später war der Schauer auch schon vorbei, sodass wir endlich zum Wasser gehen konnten, um uns das Meeresheiligtum Tanah Lot anzuschauen. Hierbei handelt es sich um einen Tempel, der vor über 500 Jahren auf einem Felsen im Meer gebaut wurde. Gerade im Morgenlicht und vor allem wenn noch nicht so viele Touristen da waren, bot sich uns ein wahrlich zauberhafter Anblick.
Direkt vor dem Tempel am Strand bekamen wir dann die Möglichkeit eine Meerschlange zu sehen, die von einigen Männern morgens für diese Zwecke gefangen wurde - abends werden sie wieder freigelassen, da es sich bei ihnen um heilige Schlangen handelt - und der Herr des Tempels eine heilige Schlange sein soll. Über die wunderschön angelegte Anlage geht es - mittlerweile im Sonnenschein - zurück zu den Autos.

Mit wieder geöffneten Verdecks geht es in den Jeeps weiter durch traumhaft grüne Landschaft, Reisfelder, kleine Bäche usw. sowie rege kleine Städte. Unter anderem geht es durch das Städtchen Tabanan, dessen Bezirk die ertragsreichsten Reisfelder der Welt vorweisen kann.

Der nächste Halt ist der Dschungeltempel Pura Luhur Batu Kau. Bevor wir den Tempel betreten können bekommen wir von den Fahrern Sarongs und Scherpen angelegt, denn dies ist für einen Tempelbesuch unabdingbar. Auf drei Ebenen kann man die verschiedenen Skulpturen und Schreine für all die verschiedenen Gottheiten bestaunen und den Erklärungen des Guides folgen. Vom Tempel aus ein paar Stufen nach unten befindet sich ein heiliger Bach/Fluss, der direkt an den Nationalpark angrenzt. Neben diesem kühlen und klaren Gewässer befindet sich ein weiterer kleiner Tempel, der der Göttin des Wassers geweiht ist.
Fast zu schön um wahr zu sein sind die Reisfelder, die nach dem Dorf Jatiluwih benannt sind und durch die unsere Reise weiter geht. Mit Erstaunen lauschen wir den Erklärungen des Guides zum Ernten und dem Bewässerungssystem dieser Reisfelder, die so wie sie heute sind bereits seit hunderten von Jahren existieren. Nahezu selbstverständlich erscheint in solch einer Umgebung die Sichtung von Kakaofrüchten, Kaffee- und Vanilleplantagen sowie anderen tropischen Früchten, die scheinbar einfach so am Straßenrand wachsen.

Nach dieser wunderschönen Fahrt kommen wir am Beratan See an - einem Riesenvulkankrater, dessen Durchmesser 10 km beträgt. Direkt an bzw. in diesem See befindet sich der Tempel der Wassergöttin Dewi Danu, der nur über eine kleine Brücke zu erreichen ist. Nachdem wir uns auch hier an dem wunderschönen Anblick ergötzt und unzählige Fotos als Erinnerung geschossen haben, kehren wir in einem kleinen Restaurant ein, an dessen leckeren Buffet wir uns für die Weiterfahrt stärken.
Nach dieser leckeren Pause geht es für uns weiter zum nahegelegenen bekanntesten Früchte- und Orchideenmarkt Balis in Bedugul. Bunte Stände mit allen erdenklichen Gewürzen, Früchten, Blumen und den üblichen Souvenirs und landestypischen Sarongs breiten sich vor unseren Augen aus. Bei so vielen Reizen fällt es dem Einen oder Anderen fast schwer Heikos Ausführungen zu den verschiedenen Gewüzen zu lauschen. Zum Schluss dieser gibt es noch ein paar Tipps zum Handeln auf dem Markt und dann können wir endlich auf eigene Faust den Markt erkunden und nach Lust und Laune einkaufen.
Den Abschluss der Tour bildet der Besuch eines typisch balinesischen Hauses, wo durchaus auch mal 50 Personen wohnen, da die Balinesen in Großfamilien leben. Zu jedem Haus gehört ein eigener Familientempel. Man erfährt direkt vor Ort, wie die Aufteilung des Grundstücks erfolgt und wo welches Familienmitglied wohnen darf. Ausserdem sieht man die vielen Tiere und Pflanzen, die zur Selbstversorgen und evtl. zum Verkauf gehalten und kultiviert werden. Am Schluss sehen wir sogar noch, wie Hähne für die beliebten Hahnenkämpfe trainiert werden, was im Trainning gottseidank um einiges friedlicher abläuft als im wirklichen Kampf.
Zufrieden und mit dem Kopf voller unbeschreiblich schöner Bilder und vielen Eindrücken und Informationen geht es zurück ins Hotel, wo man bei einem fruchtigen Cocktail diesen zauberhaften Tag Revue passieren lassen und noch einmal genießen kann.